In diesem Beitrag erzählen wir euch, wie unser Alltag in Indonesien ist.
Ein normaler Arbeitstag
06:45 – Mein Smartphone fängt das erste Mal an zu vibrieren, natürlich drücke ich auf «schlummern».
06:55 – Nun sollte ich wirklich aufstehen, denn in 20 Minuten steht Damian vor der Tür. Ich begebe mich mühsam zum Bad, um zu duschen.
07:15 – Pünktlich klopft es an der Türe, wir fangen mit dem Frühstück an. Zum Essen gibt es für mich ein Erdbeer-Joghurt mit Cornflakes und einem Toast. Normales Brot ist hier leider kaum erhältlich.
08:00 – Nach dem Abwaschen machen wir uns auf den Weg zur Arbeit. Das Wetter ist, wie jeden Tag zuvor, warm mit hoher Luftfeuchtigkeit und dem üblichen Smog. Auf dem Fussweg müssen wir nur eine Strasse überqueren, die sogar ein Rotlicht hat. Dummerweise achten nicht alle Verkehrsteilnehmer auf das Rotlicht, deshalb müssen wir immer vorsichtig sein.
08:12 – Nachdem wir das Büro im sechsten Stock betreten haben, fangen wir direkt mit unserer Arbeit an.
11:30 – Wie üblich machen wir uns mit dem Automations-Team auf den Weg ins Mittagessen. Heute gehen wir in das „Living World“ Einkaufszentrum. In einem der vielen Restaurants angekommen, laden wir Geld auf eine Karte, mit welcher wir dann unser Essen an verschiedenen Ständen kaufen können.
12:45 – Nachdem sich alle satt gegessen haben, geht es wieder mit dem Auto zurück zur Arbeit.
17:00 – Da heute Donnerstag ist, gehen wir mit vier weiteren Mitarbeiter Badminton spielen. Die nächste Halle ist aber etwa eine Stunde Autofahrt entfernt.
18:00 – Nachdem wir uns umgezogen und eingewärmt haben, spielen wir uns zuerst etwas die Bälle zu. Danach beginnen wir ein Turnier auf 21 Punkte, immer zwei gegen zwei. Damian und ich sind den anderen deutlich unterlegen, was vielleicht daran liegt, das hier in Indonesien Badminton der zweitbeliebteste Sport ist (natürlich nach Fussball). Da nur vier gleichzeitig spielen können, haben die anderen eine kurze Pause.
20:30 – Auf dem Heimweg halten wir in einem kleinen Restaurant an, wo wir indonesisch Essen.
21:30 – Zuhause angekommen, ist der Tag auch schon wieder zu Ende.



Einkaufszentrum
Da um diese Zeit in Jakarta immer um die 33° Celsius herrscht und man nicht viele Freizeitmöglichkeiten hat, ist das Einkaufszentrum ein sehr beliebter Ort. Viele Menschen treffen sich mit Freunden hier, um etwas zu essen oder zum Beispiel ins Kino zu gehen. Direkt neben unserem Apartment hat es eine riesige Mall, diese hat aber nur wenige Restaurants und mehr Shops. Deshalb gehen wir auch oft in eine andere nahegelegene Mall. Mit dem Taxi brauchen wir etwa 10 Minuten, welches wir für ca. 1,50Fr. mit dem Smartphone buchen. Mit über 50 Restaurants, vielen Shops und einem Kino kann man wirklich gut einen Abend in der Mall verbringen. Zudem haben alle Shops bis zehn Uhr, sieben Tage die Woche offen.



Kino
Da wir am Sonntagabend nichts zu tun hatten, beschlossen wir, uns einen Film im Kino anzusehen. Praktischerweise hatte es im Einkaufszentrum neben dem Apartment ein Kino. Zuerst sind wir aber noch etwas kleines Essen gegangen und haben das Frühstück für den Montag gekauft. Im Kino angekommen, mussten wir uns für einen Film entscheiden. Die Auswahl war leider nicht sehr gross, da wir beide keine Horror-Filme schauen und wir auch schon den neuen Spider-Man gesehen haben. Deshalb kam nur noch die Neuverfilmung von dem Disney Film „Lion King“ in Frage. Der Preis pro Ticket war 40’000 IDR, was umgerechnet knapp 3 Fr. sind. Dazu mussten wir uns natürlich auch noch Popcorn kaufen, was zu einem Kinobesuch einfach dazugehört. Im Saal angekommen, startete die Werbung auf Indonesisch. Da kam die Angst auf, ob der Film auch wirklich auf Englisch ist. Das war er zum Glück, natürlich aber mit indonesischem Untertitel. Nach etwa zwei Stunden war der Film auch schon zu Ende, danach machten wir uns auf dem Heimweg.

Besichtigung einer Mühle
Am Montag, 22. Juli hatten wir die Möglichkeit, einen Kunden von Bühler zu besuchen. Dieser hat eine grosse Mühle in Jakarta, etwa 3 Stunden Autofahrt von uns entfernt. In der Mühle wird verschiedenes Mehl hergestellt, welches zum Beispiel an Bäckereien geliefert wird. Der Tag begann etwa um halb sechs. Eine Stunde später wurden wir von einem Mitarbeiter abgeholt. Nach einer kurzen Pause in einem Starbucks kamen wir um halb zehn beim Kunden an. Als erstes hatten wir ein Meeting mit den Mitarbeitern vor Ort. Wir haben leider kein Wort verstanden, da dieses auf Indonesisch gehalten wurde. Danach installierten wir an verschiedenen Orten neue Computer. Am Mittag sind wir dann in ein japanisches Restaurant essen gegangen. Nach dem Essen haben wir eine Führung durch die Mühle bekommen, wo wir die verschiedenen Maschinen genauer angeschaut haben. Leider durften wir nur ein Bild von den Silos machen, da eigentlich Fotos sonst verboten sind. Zirka um vier haben wir uns wieder auf den Weg nach Hause gemacht.


Lieber Damian
Toller Blog, sehr gut und anschaulich gemacht! Ich bin sicher, dass ihr beide von eurem Aufenthalt bei BJKT viel lernen und „mitnehmen“ könnt – eine einmalige Erfahrung, die es zu nutzen gilt!
Ich wünsche dir und Benjamin noch eine spannende Zeit in Jakarta.
Beste Grüsse
Christian Walter
Hallo Christian
Schön, dass dir der Blog gefällt.
Wir freuen uns auf die letzten Arbeitswochen hier in Jakarta, bevor wir bereits, mit ganz vielen neuen Eindrücken, wieder in die Schweiz zurückkehren.
Freundliche Grüsse
Team Jakarta